Kocherlball 2010 am Chinesischen Turm
am Sonntag, 18. Juli 2010, von sechs bis zehn Uhr

Er ist Kult, der Kocherlball in München. Heuer haben wieder mindestens 15.000 Menschen in den Morgenstunden nach der Pfeife von Magnus Kaindl aus Diessen im Englischen Garten getanzt. Der Tanzmeister aus dem Diessener Trachtenverein, der zusammen mit der Sportlehrerin und Volkstanz-Expertin Katharina Meyer schon 2009 den Kocherlball fest im Griff hatte, fing seine "Karriere" im Diessener Trachtenverein an. Dann folgte "Mythos Stangl" und heute gehört er zu den bekannten Tanzmeistern in Bayern. Er leitet als Mitarbeiter des Münchner Kulturreferats, Abteilung Volkskultur, im Frühsommer und Herbst Kurse im Bairisch Tanzen im Münchner Hofbräuhaus. [mehr]

Der Kocherlball ist eine alte Münchner Tradition. Im 19. Jahrhundert kamen im Sommer an jedem Sonntagmorgen in aller Früh bei schönem Wetter junge Dienstleute, Köchinnen, Laufburschen, Kindermädchen und Hausdiener zum Tanzvergnügen am Chinesischen Turm zusammen. Denn danach musste wieder gearbeitet werden. 1904 wurde diese Münchner Institution aus "Mangel an Sittlichkeit" verboten. Ob die Sittlichkeit inzwischen wieder hergestellt ist, darf bezweifelt werden, der Kocherlball aber ist es: 1989 wurde auf Initiative des städtischen Kulturreferats, angeregt von Willi Poneder der schöne Brauch wieder eingeführt. Er findet immer am dritten Juli-Sonntag statt. Fotos: Steffi Millonig/Beate Bentele
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