Juchzn beim Hutschn
am Sonntag, 21. Oktober 2012: Über 600 Gäste beim Kirta am Vogelherd

DIESSEN - Am Vogelherd in Diessen wird gefeiert, wie es seit Jahrzehnten der Brauch ist. Das Juchzen der Madln und Buam auf der Kirta-Hutschn schallt über das Gelände, der Duft von frisch aus dem Schmalz gebackenen Kirta-Kiachla verführt die Sinne, "ich hab schon drei gegessen", lacht der Thomas, der eigens aus Landsberg gekommen ist, "weil der Diessener Kirta halt so bekannt ist." Die Kirchweih am Vogelherd sei hervorragend organisiert, schwärmen die Besucher. Die Mitglieder vom Heimat- und Trachtenverein d' Ammertaler Diessen – St. Georgen seien großartige Gastgeber und verstünden es, das Brauchtum zeitgemäß zu gestalten.

Erst als die Sonne langsam untergeht über dem Ammersee, verabschieden sich die letzten Gäste. Die Kirta-Kiachla sind aufgegessen und von den deftigen Brotzeiten ist auch nichts mehr da. Die Musikanten schultern ihre Instrumente und fahren Richtung Utting. Am Vogelherd kehrt wieder Ruhe ein.

Viele Zeitgenossen haben mit der Diessener Kirta ein Ereignis im Jahreslauf erlebt, das - mit Ausnahme vom Fränkischen und der Oberpfalz – in Bayern in aller Regel am dritten Sonntag im Oktober gefeiert wird. Mit der Kirchweih begann früher in den bäuerlichen Regionen die ruhigere Jahreszeit. Die Ernte war eingefahren und man bereitete sich auf die stillen Wintermonate vor. Der Diessener Trachtenverein pflegt den Brauch seit alters her mit Leidenschaft. Text/Fotos: Beate Bentele
 
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