Lago di Orta – zwischen Monte Rosea und Lago Maggiore
Vom 31. Mai bis 2. Juni in den italienschen Bergen – Piemont'sche Erlebnisse

Comune di Armeno – Mit einem sicheren Händchen für schöne Orte, hat sich der Heimat- und Trachtenverein d' Ammertaler Diessen – St. Georgen auf ein neues – freundschaftliches – Abenteuer eingelassen und eine echtes Stückchen Italien kennengelernt, wo man normalerweise nicht hinfährt: In die Dörfer, die sich um den Lago d' Orta gruppieren: Armeno, Orta San Giulio, Vacciago, Gozzano, Arola … in den bewaldeten Bergen am Fuße des Mottarone. Der 1.491 Meter hohe Monte Mottarone ist ein Berg, der zwischen Omegna am Lago d' Orta und Stresa am Lago Maggiore im Piemont liegt. Der Blick reicht bis zum beeindruckenden Monte Rosa-Gebirgsmassiv, das zu den Walliser Alpen gehört, und zwischen der Schweiz und Italien mit der 4.634 Meter hohen Dufour-Spitze den höchsten Punkt des gesamtdeutschen Sprachraums markiert.

In diesem Landschaftsparadies knüpften die Diessener neue Freundschaften: Laura Güntsch die heute in Diessen-Pitzeshofen lebt, hat einen Teil ihres Lebens in dieser Region verbracht und eine unvergessene Reise zusammengestellt, sowie den Zauber dieser vom Tourismus noch nicht zerstörten Region vorgestellt. Dass sie dabei auch die Kontakte zur Gruppo Folkloristico Mottarone hergestellt hat, würzte die Tage unter südlicher Sonne mit viel Charme und dem direkten Kontakt zu einem Trachtenverein mit südländischem Temperament.

Weil sich der Reisebus hinter dem südlichen Ende des Lago Maggiore wegen Straßenbauten und Unfall etwas verzettelte, machten sich die Italiener auf der anderen Seite der Berge (westlich vom Lago Maggiore) auf den Weg und lotsten die Diessener zum Orta-See – wo nicht nur italienische Volksmusik, sondern auch Salami, Weißbrot und Bergkäse auf die Ammerseer warteten. Es folgten Tage voller Ereignisse: Der italienische Trachtenverein lud zum Fest "Mit einem Krug in jedem Eck". In der Tat wurde im Hauptort, in der Comune di Armeno mit dem lustigen und aufgeschlossenen Bürgermeister Pietro Fortis ein Riesenfest gefeiert mit der Gruppo Mottarone aus Sovazza, die wiederum auch ihre Freunde aus den Schweizerischen Bergdorf Soazza in Graubünden eingeladen hatten. In der Tat gab es in jedem Eck was zu Trinken und zu Essen – getanzt wurde überall: auf Straßen, Wegen und Plätzen …

Die Diessener sind heute noch begeistert von den Ausflügen und Besichtigungen. Unter anderem besuchten sie den berühmten Sacro Monte di Orta, ein Naturreservat mit Andachtsweg und 20 Kapellen. Sie erlebten alte, historische Dörfer und fuhren mit dem Schiff über den Orta-See auf die kleine Insel San Giulio, sie besuchten ein Konzert in einer Bergkirche, wo voller Inbrunst musiziert wurde und die Diessener am Hochaltar nicht nur zum Boarischen aufspielten, sondern auch ihr Gewand präsentierten. Moderation: Laura Güntsch.

Zur Abreise gab's eine Riesentorte - die jene versöhnte, die das Ragout aus Eselsfleisch mit Polenta nicht verspeisen wollten – und eine Verabredung auf der Wiesn 2014. Text/Fotos: Beate Bentele
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